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Das Bosal
(klassisches Hackamore)
Es besteht meist aus einer rundgeflochtenen, steifen, ledernen Schlinge.
Diese ist über dem Nasenbein des Pferdes abgerundet und endet,
spitz zulaufend, unter dem Kinn in einem dicken Knopf.
Das Bosal wird durch einen einfachen, über das Genick laufenden,
Riemen gehalten.
An den Knopf des Bosals wird die Mecate, ca. 7m lang, befestigt
und dient als Zügel. Das verbleibende Ende wird als Führ-
oder Anbindestrick verwendet.
Bei dieser Art, leichter Sitz, zu Reiten liegt der Schwerpunkt der
Hilfengebung ist die Gewichtsverlagerung. Das Bosal liegt lose auf
der Nase, eine Anlehnung an den Zügel besteht nicht. Zügelhilfen
erfolgen durch Auf- und Abwärtsspiel der Schlinge, leichtes,
oder wenn nötig heftiges, Zupfen. Um eine Rechtswendung zu
machen wird das Gewicht nach rechts verlagert, der rechte Zügel
leicht angenommen und der linke leicht an den Hals gelegt (Neckreining). |
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Das Hackamore
(mechanisches)
Es besteht aus einem meist in Leder gefaßtem Nasenriemen mit
zwei Hebelanzügen, an welchen die Zügel befestigt werden,
und einer Kinnkette (Kinnriemen). Gehalten wird es durch eine Trense
mit Stirnband und Kehlriemen.
Es erzeugt beim Anziehen der Zügel sehr starken Druck auf Ober-,
Unterkiefer und das Genick des Pferdes. Obwohl Gebisslos gehört
das mechanische Hackamore zu den "scharfen" Zäumungen.
Die Einwirkung der Zügelhand wird durch die Mechanik um ein
vielfaches verstärkt.
Das Hackamore sollte nur von erfahrenen Reitern mit feinfühligem
Händen eingesetzt werden! |
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Der Trensenzaum
Die gebräuchlichste Form der Zäumung für das Pferd
ist der "Trensenzaum". Dieser besteht aus Stirnriemen,
Kehlriemen und dem über das Genick laufenden Riemen in welchem
das Gebiß verschnallt wird. In den Ringen des Gebisses werden
die Zügel befestigt.
In der klassischen und einigen anderen Reitweisen wird die Trense
mit einem Reithalfter kombiniert. Das Reithalfter verhindert das
Aufsperren des Maules und schränkt die Kaubewegungen ein. |
Trensenzaum mit Reithalfter (rot
eingezeichnet, D = Druckpunkt bei Zügelstraffung)
Reithalfter sind
Zusatzhalfter zur Trensenzäumung, sie sollen ein Aufsperren des
Maules bei Zügelanzug verhindern, schränken die Kaubewegungen
ein und verleihen den Zügelhilfen, mehr oder weniger, Nachdruck.
Eine Faustregel besagt das zwischen Nasenriemen und Nasenrücken
bzw. Unterkiefer und Kinnriemen soviel Platz sein sollte das 2 Finger
dazwischen geschoben werden können.
Die Verschärfung der Zügelführung durch ein Reithalfter
kann bei harter Zügelführung zu Folge haben, das der Unterkiefer
eingeklemmt, die Zunge gequetscht und die Laden wund gescheuert werden.
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Englisches Reithalfter |
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Mexikanisches Reithalfter |
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Hannoversches Reithalfter |
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Kombiniertes Reithalfter |
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Bügelreithalfter |
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Westernzäumung
Ein guter Horseman
wird die Zäumung individuell auf sein Pferd abstimmen.
Die Anfangsausbildung erfolgt meist mit dem Bosal und einem Trensengebiss
(Snaffle-bit). Für den Übergang auf die Kandare wird oft
ein gebrochenes Trensengebiss mit beweglichen Hebelanzügen und
Kinnkette (Snaffle with shanks), das ähnlich einer Pelhamtrense
ist, gewählt.
Aufgrund der lockeren Zügelführung beim Westernreiten wird
das Pferdemaul dadurch nicht, oder nur kaum, behelligt. Bei fortschreitender
Ausbildung folgt die blanke Kandare mit Kinnriemen (Curb-bit).
Werden Bosal und Snaffle-bit mit beidhändiger Zügelführung
genutzt, wird die Kandare nur mit einer Hand bedient.
Eine der Zügelhilfen ist das Neckreining (zu deutsch Halszügel),
also anlegen des Zügels an den Hals des Pferdes, welches dann
reflektierend zur Gegenseite ausweicht. Diese "Lenkhilfe"
ist für das Pferd sehr Maulschonend. Die Kandarenführung
läßt keine einseitigen Zügelhilfen zu.
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