Wissenswertes
Die Pflege des Pferdes

Hier kannst Du Dir anschauen wie Mähne und Schweif geflochten werden können.

Durch das scheuern an Felsen und Bäumen putzen sich Pferde in der Natur von selbst.
Das gegenseitige Fellknappern hilft dem beseitigen von 'Ungeziefer' aus dem Fell, Mähnenansatz usw.
Unsere eingestallten Pferde haben zwar in den meisten Fällen kein Ungeziefer, müssen aber trotzdem jeden Tag geputzt werden.
Angetrockneter Schweiz, der zu Juckreiz führt, wird dabei entfernt und beim Putzen sind auch kleinere Verletzungen und Wunden schnell gefunden.
Nicht zu vergessen ist auch der Enge Kontakt den wir beim Putzen zu unserem Pony / Pferd herstellen. In der Ntur ist das Fellknabbern ein zeichen der Zuneigung, so haben wir als Reiter die Gelegenheit dem Pferd beim Putzen unsere Zuneigung zu zeigen.
Beachte aber das durch dabei dem Pony / Pferd nicht alles durchgehen lassen darfst.
Das 'Anknabbern' von Dir solltest Du ihm untersagen, es sollte stillstehen und willig die Hufe geben.
Nehme Dir Zeit bei der Pflege des Pony / Pferdes und versuche Dich in es hinzuversetzen. Schnell wirst Du dann lernen zu erkennen ob es einen guten oder schlechten Tag hat.


Die unten stehende Tabelle zeigt Dir die Grundausstattung einer Putzkiste:

1
Gummistriegel
2
Eisenstriegel
3
Plastikstriegel
4
Kardätsche
5 weiche Wurzelbürste 6 harte Wurzelbürste
7 Huffett u. Pinsel 8 Mähnenkamm 9
2 Schwämme
10 Schweißmesser 11 weichen Lappen 12
Hufkratzer


Zum Putzen wird das Pferd aus der Box geholt, damit diese nicht verunreinigt wird. Dann wird es sorgfältig angebunden. Dies sollte so geschehen das es in Panik oder einer Notsituation schnell befreit werden kann. Panikhacken und Sicherheitsknoten sind selbstverständlich!

Foto Links:
Stallgasse in einem Stallzelt, Turnier in Papitz 1999

Das Putzen wird am Kopfansatz begonnen,über den Hals, die Schultern und den ganzen Körper. Dabei wird der Striegel immer in Richtung des natürlichen Haarwuchses geführt. Achte auf die Stellen wo die Knochen nicht bemuskelt sind, diese dürfen mit dem Striegel nicht geputzt werden. Auch Gesicht, Rückgrat, Kamm, Schlauch, Schweifrübe, sowie Schnekel und Beine werden nicht mit dem Striegel bearbeitet.
Nehme den Striegel auf der linken Seite in die linke Hand und anders herum. Der sich im Striegel fangende Schmutz wird auf dem Boden ausgeklopft.
Nun kann mit dem Wischtuch der grobe Staub entfernt werden. Dann nimmt man die Kardätsche und Bürstet den ganzen Körper. Die Kardätsche wird immer wieder am striegel gereinigt. Danach können mit dem Wischtuch die losen Haare entfernt werden.
Mit dem Schwamm werden die Augenpartien, Maul und Nüstern gereinigt, mit dem zweiten Schwamm die Geschlechtsorgane und das After.
Danach werden Mähne und Schweif gepflegt. Je nach Rasse und eigenem Geschmack wird die Mähne gebürstet, verzogen oder eingeflochten. Der Schweif wird stets mit der Hand verlesen und gelegentlich gewaschen.
Hier kannst Du Dir anschauen wie Mähne und Schweif geflochten werden können.
Zum Schluss werden nun die Hufe gründlich gereinigt, die Aussenseiten mit einer starken Bürste und Wasser. Der Hufe ausgekratzt und ebenfalls mit einer Bürste vom letzten Dreck befreit. Anschliessendes Einfetten (Huffett oder Huföl) nicht vergessen.

An Warmen Tagen, oder wenn ein Solarium zur Verfügung steht, sollte das Pferd, besonders nach schwerer Arbeit bei der es sehr geschwitzt hat, abgespritzt (gewaschen) werden. Danach muß es vollkommen Trocknen, ein Pferd wird niemals Nass in die Box gestellt.



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Last Update: 06-Jul-2009
© 2001 - 2009 Hartmut Götze