Das Pferd beherrscht zwar
keine Sprache in unserem Sinne, ist aber durchaus in der Lage mit
seinen Artgenossen auf vielfältige Weise zu kommunizieren. Ein guter Horseman versteht es
ebenfalls die Signale seines Pferde in "gesprochenes Wort"
umzusetzen. Er achtet auf das Spiel der Ohren, Gesichtsausdrücke,die
Bewegung einzelner Muskeln und erkennt was das Pferd ihm mitteilen
möchte.Außer diesen Signalen beherrschen
die Pferde auch eine Vielzahl von Lauten, mit denen sie ihre Gefühle
vermitteln.
Selbst durch Gerüche schließt das Pferd auf die Verfassung
anderer Pferde oder sogar des Menschen.
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Ein Fohlen welches
unbekümmert und ohne Angst dem Menschen begegnet. Es ist
vorsichtig und aufmerksam, zeigt aber keinerlei Anzeichen von
Scheu. |
Die Signale:
Ein dominierendes Pferd zeigt dies durch eine eindrucksvolle Darstellung
seiner selbst. (Hochgestellte, meist nach vorne gerichtete, Ohren,
tänzelnder Gang und hochgestellter Schweif sind ein Ausdruck
dafür.
Nach unten hängender Kopf, zur Seite abgeknickte Ohren, und ein
klein wirkendes Pferd, weisen meist auf ein demütiges,unzufriedenes
oder kranken Pferd hin.
| Ausdruck eines
zufriedenen und aufmerksamen Pferdes. |
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Gebärden
eines aggressiven, drohenden, Pferdes. |
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Nach hinten angelegte Ohren, die Haut im Gesicht scheint
stramm gezogen, das Maul ist offen, die Nüstern sind gerümpft,
hier ist Vorsicht geboten. Das Pferd ist verärgert, im höchsten
Masse gereizt und könnte gleich austreten.
Wenn Du dieses verhalten, begleitet mit kräftigem Schweif schlagen
(hin und her), beim Reiten beobachtest ist dein Pferd sehr unzufrieden.
Vielleicht hat es sich über ein anderes Pferd in der Gruppe geärgert,
oder Sattel, Zaumzeug u. ä. sitzen nicht richtig.
Das Verhältnis
zwischen Mensch und Pferd ist eigentümlich und von fast unbeschreiblicher
Natur. Wir können nicht begründen warum ein Mensch und
ein Pferd Freunde werden - immer ist das was wir "die Chemie
stimmt" nennen, mit im Spiel.
Die ersten Sekunden einer Begegnung zwischen Mensch und Pferd,
wie auch zwischen Mensch und Mensch, sind oft von größter
Bedeutung für eine partnerschaftliche Zukunft. Wenn Du einem
fremden Pferd begegnest bleibe in einiger Entfernung stehen damit
es dich betrachten kann, dann gehe mit herunterhängenden
Armen auf es zu und laß es Deinen Geruch wahrnehmen.
Nun erst solltest Du beginnen es langsam und sanft zu Kraulen
(nicht das typische geklopfe, dies entspricht nicht dem natürlichen
Verhalten der Pferde.)
Vielleicht hast Du nun einen neuen Freund fürs Leben gefunden! |
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Du solltest lernen diese
Signale des Pferdes zu verstehen und herausfinden was das Unwohlsein
verursacht. Die Laute:
Die Laute der Pferde haben eine Bandbreite
die vom sanften Wiehern bis zum markerschütternden Schrei reicht.
Das Wiehern ist ein hochfrequentes und vibrierendes Geräusch,
es wird genutzt um herauszufinden ob andere Pferde in der Nähe
sind.
Ein leises, sehr sanftes, Wiehern wird genutzt um einen Freund, dies
kann durchaus der Reiter oder Pfleger sein, zu begrüßen.
Hinzu kommt das ausdrucksstarke Wiehern, zum Beispiel wenn Futter
gebracht wird.
Kurzes scharfes Wiehern kann darauf hindeuten das das Pferd Schmerzen
hat, sind aber oft auch Anzeichen von Übermut.Die Gerüche:
| Der Geruch den
ein Pferd verströmt wird zwar von uns wahrgenommen, kann
aber im einzelnen nicht gedeutet werden, dazu sind unsere Nasen
nicht empfindlich genug. |
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So erkennt das Pferd am Geruch
einen ängstlichen Menschen sofort (Produktion von Adrenalin).
Zwei Dinge können in einer solchen Situation eintreten:
- Das Dominante Pferd wird sich
in der Übermacht fühlen und die Wünsche und Befehle
des Menschen übergehen.
- Ein unterwürfiges Pferd
wird durch die Angst des Menschen stark verunsichert, es findet
keinen Halt in "seinem Menschen", und wird mit aller Wahrscheinlichkeit
sehr nervös werden.
Bei dem Herdentier Pferd gibt
es, wie oft in der Natur, einen Anführer an der Spitze und die
Mitläufer am Ende. Die meisten Pferde sind eher untergeben und
nehmen die Führung durch den Menschen (Trainer / Reiter) gerne
an und ordnen sich diesem unter. Die Pferde aber mit Führungsqualitäten
brauchen eine feste Hand und einen erfahrenen Ausbilder / Reiter.
Nur diesen werden sie akzeptieren und ein partnerschaftlichen Verhältnis
mit ihm eingehen. Weder der weiche, er wird beherrscht,
noch der herrschsüchtige Mensch, er wird bekämpft, haben
bei einem Dominaten Pferd gute Aussichten auf eine Harmonische Partnerschaft.
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Als gesellige
Herdentiere können wir die Pferde richtiger Weise bezeichnen.
Sie leben gerne zusammen, bestehen aber auch auf ihre Freiräume.
Nur Muttertiere mit ihren Fohlen und enge Freunde kommen sich
immer wieder sehr nahe. |
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