|
Im Wildleben ist das Pferd
aufgrund seiner psychischen und physischen Persönlichkeit innerhalb
des Herdenverbandes in eine strenge Rangordnung eingegliedert, in
der es sich geborgen fühlt.
Den einmal eingenommenen Rang behält das Pferd mehr
oder weniger ein Leben lang (ausgenommen Machtkämpfe). Es ist also
zu einem gewissen Gehorsam höher gestellten Artgenossen verpflichtet.
Daraus ergibt sich das der Mensch, der beim Reiten und Umgang mit dem
Pferd Gehorsam erwartet, stets höher in der Rangordnung sein muß.
Dies Wiederrum bedeutet das der Mensch, dank seines überlegenen
Bewußtseins, durch zwangfrei Behandlung, Vorausdenken und Überlegenheit
seine Autorität dem Pferd gegenüber unter Beweis stellen muß.
Das Pferd wird dies gerne annehmen und sich unterordnen.
Da Pferde sehr ängstlich und auch sensibel sind sollte der Mensch
eine freundschaftliche Atmosphäre schaffen. Harter Umgang, grobe
Behandlung, lösen beim Pferd ängstliche, seelische Verkrampfungen
aus. Wiedersetzlichkeiten, Ungehorsam und Untugenden sind die Folge.
Pferde haben ein sehr gutes Gedächtnis, dies können wir uns
bei seiner Ausbildung zu nutze machen. Aber wir sollten immer daran
denken das es auch die weniger schönen, schlechten Erfahrungen,
im Gedächtnis behält.
Es liegt an uns das Pferd mit seinen Lebensbedingungen vertraut zu machen,
ihm die Angst vor Unbekannten zu nehmen. Nur eine gewaltfreie, dem Verhalten
und Verständnis des Pferdes angemessene, aber konsequent durchgeführte
Ausbildung (Erziehung in den ersten Jahren) und auch Behandlung erweckt
im Pferd das nötige Vertrauen und den Gehorsam dem Mensch als ranghöheren
Artgenossen gegenüber (Alphatier).
In den meisten Fällen ist der Grund von Ungehorsam
und Wiedersetzlichkeit das Unvermögen des Reiters, falsche Ausbildung
(Erziehung), allgemein das "nicht verstehen" des Pferdes,
denn Wiedersetzlichkeit entspricht nicht dem Wesen des Pferdes.
|