Wissenswertes
Das Pferd - Gehorsam

Im Wildleben ist das Pferd aufgrund seiner psychischen und physischen Persönlichkeit innerhalb des Herdenverbandes in eine strenge Rangordnung eingegliedert, in der es sich geborgen fühlt.
Den einmal eingenommenen Rang behält das Pferd mehr oder weniger ein Leben lang (ausgenommen Machtkämpfe). Es ist also zu einem gewissen Gehorsam höher gestellten Artgenossen verpflichtet. Daraus ergibt sich das der Mensch, der beim Reiten und Umgang mit dem Pferd Gehorsam erwartet, stets höher in der Rangordnung sein muß. Dies Wiederrum bedeutet das der Mensch, dank seines überlegenen Bewußtseins, durch zwangfrei Behandlung, Vorausdenken und Überlegenheit seine Autorität dem Pferd gegenüber unter Beweis stellen muß. Das Pferd wird dies gerne annehmen und sich unterordnen.
Da Pferde sehr ängstlich und auch sensibel sind sollte der Mensch eine freundschaftliche Atmosphäre schaffen. Harter Umgang, grobe Behandlung, lösen beim Pferd ängstliche, seelische Verkrampfungen aus. Wiedersetzlichkeiten, Ungehorsam und Untugenden sind die Folge.
Pferde haben ein sehr gutes Gedächtnis, dies können wir uns bei seiner Ausbildung zu nutze machen. Aber wir sollten immer daran denken das es auch die weniger schönen, schlechten Erfahrungen, im Gedächtnis behält.
Es liegt an uns das Pferd mit seinen Lebensbedingungen vertraut zu machen, ihm die Angst vor Unbekannten zu nehmen. Nur eine gewaltfreie, dem Verhalten und Verständnis des Pferdes angemessene, aber konsequent durchgeführte Ausbildung (Erziehung in den ersten Jahren) und auch Behandlung erweckt im Pferd das nötige Vertrauen und den Gehorsam dem Mensch als ranghöheren Artgenossen gegenüber (Alphatier).
In den meisten Fällen ist der Grund von Ungehorsam und Wiedersetzlichkeit das Unvermögen des Reiters, falsche Ausbildung (Erziehung), allgemein das "nicht verstehen" des Pferdes, denn Wiedersetzlichkeit entspricht nicht dem Wesen des Pferdes.

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Last Update: 06-Jul-2009
© 2001 - 2009 Hartmut Götze