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Einige einfache Übungen:
Führen:
- Das rangniedere Tier darf das
ranghöhere niemals überholen, in keiner Situation, gleich
ob es sich erschreckt oder wir als Alphatier ganz unerwartet stehen
bleiben.
- Wir dürfen also mit recht
erwarten das das rangniedere Tier uns seine ganze Aufmerksamkeit schenkt
und stets darauf bedacht ist rechtzeitig zu erkennen was wir vorhaben.
- Versucht das Pferd an uns vorbei
zu kommen, machen wir uns größer (Arm oder Gerte heben)
reicht dies nicht aus, sollte es mit starker Stimme angesprochen werden,
letzte Konsequenz, es gibt einen Klaps. Auch leichter Druck mit dem
Finger auf die Brust und gleichzeitiges Rückwärtsrichten
des Pferdes sind sehr hilfreich. Schnell wird es erkennen was von
ihm erwartet wird.
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Auch das Spazierengehen mit
dem Pferd ist eine gute Übung.
Es lernt die Umgebung kennen, begegnet Spaziergängern, Radfahrern
und Fahrzeugen.
Wichtig dabei ist es, das die Position des Alphatieres geklärt
ist damit das noch unsichere Pferd Dir vertraut. So wird es bei
ihm angstmachenden Situationen nicht flüchten sondern den
Schutz bei Dir als Alphatier wissen.
Auf dem Bild erkennen wir
das das junge Pferd (2 Jahre) dem Mensch (Alphatier) seine Aufmerksamkeit
schenkt. An der Stellung der Ohren erkennen wir aber auch, das
es die herannahenden Spaziergänger interessieren.
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Es gibt mehrere Arten wie wir unsere
Pferde Führen können, dies läßt sich in der natürlichen
Herde ebenfalls beobachten.
- Das Pferd läuft direkt
hinter dem Alphatier = Schutz suchen
- Das Pferd läuft läuft
mit uns auf Schulterhöhe = Weniger ängstlich, selbständig,
aber im Rang niedriger
- Das Pferd wird von schräg
hinten geführt = Absolute Machtposition des Alphatieres welches
die Herde von hinten antreibt
Bevor die dritte Möglichkeit
angewendet wird muß das Pferd das Führen in den Positionen
1 und 2 erlernt haben. Das Führen von Hinten sollte niemals mit
dem "Hinterherziehen lassen" verwechselt werden. Auch von
Hinten geben wir die gewünschte Richtung an ohne das das Pferd
dies in Frage stellen sollte.
Verteiben:
Erinnern wir uns an das auf der
vorhergehenden Seite geschriebene, das Alphatier kann das Rangniedere
Tier jederzeit von seinem Platz vertreiben und ihm das Futter nehmen.
Dies kann für diese Übung genutzt werden.
Geh zu Deinem Pferd auf die Koppel und vertreibe es von dem Platz wo
es gerade steht, trinkt oder frißt. Weicht das Pferd aus, hast
Du schon halb gewonnen.
Der oft gebrachte Einwurf "das ist doch blöde, dann geht es
jedesmal weg wenn ich es von der Koppel holen will" ist unangebracht.
Das Pferd kann sehr gut unterscheiden was wir von ihm wollen.
Beachtung:
Sicherlich ist der Mensch für
die meisten Pferde ein notwendiges Übel, unterbricht er es doch
beim Grasen, Saufen, Dösen oder dem Spiel mit den Artgenossen um
mit ihm zu arbeiten.
Trotzdem müssen wir darauf bestehen das das Pferd uns seine uneingeschränkte
Aufmerksamkeit schenkt, nicht nur dann wenn wir das Futter bringen oder
es mit Leckerlies vollstopfen!
Nur dann wenn wir der Mittelpunkt seines Interesses sind können
wir gezielt mit ihm arbeiten.
Dabei sollten wir darauf achten die verlangten Lektionen immer wieder
durch Pausen zu unterbrechen, am besten wenn das Pferd die gestellte
Aufgabe positiv gelöst hat. Es hat dann die Möglichkeit das
erlernte zu "Verdauen".
Kooperieren:
Das Pferd soll "mit uns"
nicht nur "für uns" arbeiten, dies ist wichtig. Wenn
wir ihm eine Aufgabe stellen sollte es immer zwei Lösungswege geben.
Nicht gewünschte Reaktionen sollten wir dem Pferd dabei erschweren,
so entscheidet es sich FREIWILLIG für die richtige, da bequemere
Lösung.
Vormachen lassen:
Oft hat es sich auch bei der Ausbildung
gezeigt das es sehr hilfreich sein kann ein älteres Pferd hinzuzuziehen.
Dieses kennt die verlangten Lektionen und führt sie unseren Wünschen
entsprechend aus. Das jüngere, noch unerfahrene Pferd, wird sich
dies absehen. Der Lernprozess schreitet schneller voran.
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