Fütterung & Nährstofftabellen
Mengenelemente

Die Zusammensetzung des Pferdekörpers als auch der Futtermittel weist einen anorganischen Teil, der bei einer Veraschung übrig bleibt, die Rohasche.


Diese besteht aus Mineralstoffen, bei Futtermitteln auch aus Schmutz und Sand.
Diese Mineralstoffe sind ebenfalls wichtig für die Ernährung des Pferdes. Es gibt Mineralstoffe die das Pferd in größeren Mengen benötigt, die Mengenelemente, und solche Mineralstoffe, deren Bedarf sich nun in sehr kleinen Einheiten (mg) bestimmen läßt, die Spurenelemente.

Ein Mangel dieser Elemente führt oft sehr rasch zu akuten Erkrankungen!

Mineralstoffe sind essentiell, das Pferd kann sie nicht selber aufbauen und sie müssen unbedingt mit der Nahrung zugeführt werden.
Sie können aufeinander Einfluß nehmen, sich aber gegenseitig nicht ersetzen.
Notwendige Mengenelemte sind:
- Calcium (Ca)
- Phosphor (P)
- Magnesium (Mg)
- Kalium (K)
- Natrium (Na)
- Chlor (Cl)

Die wichtigsten davon sind im Pferdekörper Kalzium und Phosphor. Bis etwa 7 kg Kalzium und 4 kg Phosphor findet man bei mittelgroßen Pferden. 99% des Kalziums, sowie 80% des Phosphors befinden sich im Skelett des Pferdes.

Diese beiden Mengenelemente, Kalzium und Phosphor dienen dem Aufbau der Knochen. Dienen aber auch als körpereigene Wirkstoffe bei der Blutgerinnung, Reizleitung und dem Energiestoffwechsel im Muskelgewebe.

Achtung: Ein Mangel beider Elemente führt insbesondere bei Fohlen und wachsenden Pferden zu knochenaufreibungen und Knochenweiche. Die Neigung zu Knochenbrüchen ist die sich daraus ergebende Folge!

Aber auch die Überversorgung mit Phosphor hat Nachteile. Die Leistung des Pferdes, Kalzium aus dem Futter aufzuschließen wird stark beeinträchtigt, so daß es ein Kalziumdefezit geben wird.
Das richtige Verhältnis von Kalzium zu Phosphor ist somit besonders wichtig: Empfehlung ist ein Verhältnis von 1:1 bis 3:1

Das drittwichtigste Mengenelement ist Magnesium (Mg), ebenfalls ein körpereigener Baustein. Magnesium ist ebenfalls ein Baustein des Skelettsystems, hat jedoch die Hauptbedeutung im Muskel- und Nervengewebe.
Bei Magnesium Mangel kann es zu unsicherem Gang, Muskelzittern und Krämpfen kommen.

Kalium reguliert den osmotischen Druck der Zellflüssigkeit
Natrium und Chlor regulieren den osmotischen Druck in Blut und Lymphe.

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Last Update: 06-Jul-2009
© 2001 - 2009 Hartmut Götze