Fütterung der Pferde...
Fette

Die Fette zählen ebenfalls zu den Kohlenwasserstoffverbindungen, jedoch ist der Anteil an Wasser geringer als bei den anderen Nährstoffen.


Daher ist auch der Brennwert von Fetten doppelt so hoch wie der von Kohlenhydraten und Eiweiß.
Fette bestehen aus drei Fettsäuren, die über eine Brücke (Glyzerin) miteinander verbunden sind. Es können drei gleiche, aber auch drei unterschiedliche Fettsäuren an diese Brücke gebunden sein.

Je nach Art der Fettsäure ist auch die Beschaffenheit der Fette unterschiedlich:
Fest ( Talg, Speck, Wachs)
Flüssig (Öle) und
Flüchtig (Duftstoffe)

Wegen des hohen Brennwertes werde die Fette bei Tieren als Energiestoffreserve genutzt.

Fette gelangen unverdaut in den Dünndarm. Der Gallensaft der Leber und der Verdauungssaft der Bauchspeicheldrüse zerlegen sie hier in die einzelnen Fettsäuren und in Glyzerin. Die Fettsäuren gelangen über die Darmwand in die Blutbahn. Aus den einzelnen Fettsäuren wird körpereigenes Fett aufgebaut, das verbraucht oder unmittelbar als Speicherfett angelagert werden kann.

Der Fettgehalt im Pferdekörper liegt bei ca. 9%, ist jedoch großen Schwankungen unterworfen. Anteile von ca 5% - 20% sind möglich, je nach Fütterungsintensität.
Die Depots für das Fett finden wir beim Pferd unter der Haut, in der Beckenhöhle und an den Nieren, bei Stuten auch an den inneren Geschlechtsorganen.

Wenn wir von Energie, oder Brennwerten der Futtermittel sprechen, so ist damit die Fähigkeit der Wärmeentwicklung gemeint. Die Maßeinheit hierfür ist "Joule" (J). So erzeugt 1g Fett va 39 KJ, 1g Kohlenhydrate 17,2 KJ und 1g Eiweiß ebenfalls 17,2 KJ.
Für die Energiegewinnung steht nicht die gesamte Energie eines Futtermittels zur Verfügung, sondern nur der Teil, den das Pferd auch verdauen kann. Somit ist der Bewertungsmaßstab für die Energie eines Futtermittels die "verdauliche Energie" gemessen in MJ.

Den Gesamtbedarf eines Pferdes kann man unterteilen in den Erhaltungsbedarf und den Leistungsbedarf. Ersterer umfaßt die Aufnahme, Verdauung, Stoffwechsel, Körpertemperatur und leichte Bewegung. Die Höhe des Erhaltungsbedarf hängt in erster Linie von der Körpergröße und dem Gewicht ab. Da kleine Tiere relativ gesehen eine große Oberfläche besitzen, müssen sie auch mehr Wärme an die Umgebung abgeben. Die Umgebungstemperatur bekommt dann Einfluß auf den Erhaltungsbedarf, wenn die Werte 10 bis 0° C unterschreiten.
Die Höhe des Leistungsbedarfes an Energie ist zwar auch vom Körpergewicht abhängig, hauptsächlich jedoch von der Art und der Intensität der jeweiligen Arbeit. Beim Leistungsbedarf unterscheiden wir Bewegungsleistung, Trächtigkeit, Laktation und Wachstum.

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Last Update: 06-Jul-2009
© 2001 - 2009 Hartmut Götze